Donnerstag, 27. Juni 2013

Die Fachverbände - das sind wir!

Dieser Morgen beginnt mit einem Danke für die vielen positiven Rückmeldungen und Ideen zu meiner Bundestagskandidatur und zu dem was ich dafür tue bzw. dann tun werde. Vielen Dank! Ich weiß, wir sind viele, die an und für mehr und echte Inklusion arbeiten.
"Es ist immer wieder schön, Menschen kennenzulernen die sich trotz ihrer eigenen Behinderung auch für andere Menschen mit Behinderung einsetzen. Ich selbst hab auch eine Behinderung und setze mich schon seit Jahren für die Belange von Menschen mit Behinderung ein ehrenamtlich und privat. Den Artikel neulich mit dir und über dich, den du gepostet hast in der Gruppe fand ich so toll, da musste ich dir einfach eine Anfrage schicken."
Dieser Artikel war gemeint.

"Ich arbeite bei einem kleinen Verein in Sachsen-Anhalt, der sich vor allem mit Inklusionsthemen beschäftigt. Ich erarbeite gerade ein Konzept um Menschen mit Behinderung im Bereich "Arbeit" zu unterstützen. Habe auf ihrem Blog ein paar gute Anregungen gefunden, danke dafür! Ich werde gelegentlich mal wieder vorbeischauen!"
Und ich weiß auch, dass es für schwierige Themen, wie etwa die Inklusion behinderter Menschen am Arbeitsmarkt Lösungen gibt. Gute Lösungen, die von uns kommen:
"Meine Haupterkenntnis: Behinderte haben keinen Marktwert. Es ist gar nicht gewollt, dass sie großflächig in versicherungspflichtige Jobs kommen. Deswegen gibt es Förderschulen und Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). In beiden Fällen hat man sie hübsch beisammen und unter Kontrolle. Die, "die wirklich was leisten können", müssen sich in dem Fall nicht mit Behinderten auseinandersetzen.
Ok, zuerst einmal brauchen wir ein inklusives Schulsystem. d. h. 2 teure Parallelsysteme (Regel- und Förderschule) werden zu einem System, in dem jedes Kind in der wohnortnahen Schule die Unterstützung bekommt, die es braucht.
Nach der Schule gehen Behinderte nicht automatisch in eine WfbM, die in dem Zuge auch abgeschafft bzw. in eine Fähigkeitsschmiede umgewandelt werden könnte, wo wirklich die Leute für den 1. Arbeitsmarkt fit gemacht werden.
Außerdem brauchen wir genauso ein inklusives Ausbildungssystem und in dem Zusammenhang einen Anspruch auf einkommensunabhängige Assistenz. Das gleiche gilt natürlich auch für Studium. Auch sollten die Leute in ihren Fähigkeiten gestärkt werden, die keine klassische Ausbildung machen können, damit sie als so genannte "Ungelernte" trotzdem einer adäquat bezahlten Tätigkeit nachgehen können.
Prinzipiell sollte auch jeder von seiner Arbeit leben können. Ideal wäre natürlich das bedingungslose Grundeinkommen. Zur täglichen Entfaltung sollten gerade im Dienstleistungssektor viel mehr Jobs geschaffen werden, damit Behinderte und Nichtbehinderte sich auch ganz natürlich in der Arbeitswelt begegnen. Sämtliche Arbeitgeber sollten in vielerlei Hinsicht auf Barrierefreiheit achten müssen. Es sollten über Praktikumsmöglichkeiten o.ä. Hemmnisse abgebaut werden, Behinderte einzustellen. Es sollte Arbeitsfeldstationen geben, wo man sich ausprobieren kann, wozu man in der Lage ist, zu tun."
Also nochmal: Danke!!! Tragen wir die vielen guten Ideen in die Gesellschaft, in die Politik, in die Arbeitswelt. Denn die Fachverbände (um auf meinen letzten Post Bezug zu nehmen), das sind wir!