Toiletten ohne Klo - Accessibility? Postponed!

Gestern sollte in der Sitzung des Sozialausschusses in Berlin-Mitte unter anderem über barrierefreien Wohnraum gesprochen werden. 

Als ich etwas zu früh im Rathaus ankam, wollte ich vorher noch die Toilette benutzen, die rollstuhlgerechte.

"Die hier unten ist wegen der Baumaßnahmen im Haus gesperrt."
"Aber es gibt noch eine andere. In der zweiten Etage."

Das wusste ich noch nicht.

"Sie müssen aber aufpassen, eine ist für Männer und eine für Frauen."

"?!" Vielleicht bezog sich ihre Mitteilung darauf, dass die meisten behindertengerechten Toiletten nicht geschlechtsspezifisch sind. Also, auf in den zweiten Stock.

Dort sehe ich folgendes Schild:



















Dann das:



















Und danach das:



















Wieder ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass es in öffentlichen Einrichtungen ein (bauliches) Konzept zur Barrierefreiheit gibt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Räumlichkeiten und Hilfsmittel, die der Barrierefreiheit dienen, geschult werden und entsprechende Wege kennen. Zu diesem Thema habe ich schon mal gebloggt, im Blogpost "Der Schlüssel zu mehr Präsenz und Mobilität".

 Was aus dem Thema Barrierefreiheit wurde? - Vertagt. ;)

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