Sonntag, 3. August 2014

Neues Kapitel

zerschnittener Mitgliedsausweis
Ein Kapitel geht zu Ende.

Ich werde keine schmutzige Wäsche waschen und auch keine Diskussionen führen.

Vor allem will ich danken – allen, die mich auf dem politischen Parkett unterstützt und gefördert haben und natürlich für die Chance einer Bundestagskandidatur! Wer weiß, wann ich noch mal die Chance haben werde, mit Eva Högl, Renate Kynast und Gregor Gysi über die Teilhabe (ich würde es eher Partizipation nennen) behinderter Menschen zu diskutieren. Dabei war die Zusammenarbeit mit den vier der ersten fünf der Berliner Landesliste immer konstruktiv und unterstützend – danke euch!

Und ich danke allen Piratinnen und Piraten, mit denen ich konstruktiv, streitbar, praktisch, inklusiv und unterstützend zusammen arbeiten durfte: in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern (ich hoffe, ich habe jetzt niemanden vergessen…). Ich freue mich außerdem, die erste Inklusionsbeauftragte der Piratenpartei Deutschland, aber auch Beirätin der Piratenfraktion Berlin-Mitte gewesen zu sein.

Für mich waren und sind echte, gewollte Inklusion und die Rechte behinderter Menschen (nicht nur deren Belange) wichtige Anliegen – egal, ob mit oder ohne Mitgliedsausweis. Ich will und werde mich weiterhin ganz praktisch und auch politisch mit diesen Themen beschäftigen und im besten inklusiven Sinne parteienübergreifend.

In keiner Partei sind die Rechte behinderter Menschen, echte Inklusion und Barrierefreiheit Kernthemen (egal, wieviel „sozial“ sie im Namen hat). Deshalb ist es umso wichtiger, dass Menschen mit und ohne Behinderung, die diese Themen kompetent und authentisch vertreten, in allen Parlamenten und Verwaltungen vertreten sind. (In Stadtplanungsbüros, Verkehrsunternehmen, Schulen, Kindergärten, Berufsschulen, Universitäten, in Bürogebäuden, Arbeitsstätten, Beratungsstellen, in kulturellen oder medizinischen Einrichtungen und Medienunternehmen übrigens auch.)

Deshalb werde ich jetzt ganz in Ruhe entscheiden, an welcher Stelle und mit welchen Menschen zusammen ich mich einbringen werde – ganz nach dem Motto eines anderen Rollstuhlfahrers:

Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.“
Franklin D. Roosevelt