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Es werden Posts vom Januar, 2012 angezeigt.

Dass es dich gibt

Deutschland - wieviel sind dir deine Kinder und Pädagogen wert? Das Wort zum Sonntag

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Gestern habe ich über Twitter das Manifest der Berliner angestellten Lehrerinnen und Lehrer gelesen, ein Offener Brief, um auf die verbesserungswürdigen Arbeitsbedingungen der Pädagogen in diesem Bundesland hinzuweisen.

In den Projekten, in denen ich arbeite, ist die Situation noch dramatischer: Teilzeitstellen und befristete Verträge sind die Regel für ganze Branchen: Bildung und Soziale Arbeit z.B.! Die Liste ließe sich noch fortsetzen mit Bereichen wie Wissenschaft oder Kultur.

Eine Kollegin hat es diese Woche so formuliert: "Das sind zwar keine Arbeitslosen, aber Menschen mit dauerhaft bedrohten Arbeitsplätzen, eigentlich gehörten die mit in die Statistik aus Nürnberg."

Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht: Ich jedenfalls kenne keinen Handwerker oder Techniker mit 17 (!) befristeten Arbeitsverträgen in seiner beruflichen Biografie.

Zurück zu Deutschlands Kindern und zur Bildung: Erfolgreiche Schulen wissen: es gibt keine Alternativen zur Inklusion und zum gemeinsame…

Die Farbe Rot - Von Runden Tischen und Meister-Proper-Typen

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Ich bin in den letzten Wochen kaum noch zum Bloggen gekommen und dieser Graph zur Erfassung der Seitenaufrufe sinkt, als würde er sticheln: "Los, schreib was Neues, sonst bin ich weg!" - Ist das jetzt verrückt oder kennt ihr anderen Blogger das auch? ;)

Durch meine neue Tätigkeit hat sich im ersten Monat des Jahres 2012 mein Gedankenradius erweitert und neu aktiviert zu den Themen: Gewaltprävention, Leichte Sprache, Migration, Inklusion, Infrastrukturen, Elternassistenz, barrierefreies Gesundheitswesen.

Auf meinem Schreibtisch steht ein rotes Notebook und ich habe unzählige neue Abkürzungen kennen gelernt. Ich besuche Netzwerke, Foren, Runde Tische, Arbeitskreise - mit meinem roten Auto (meine ehemaligen Kollegen haben es auch "Feuerwehr" genannt, wenn etwas noch schnell erledigt werden musste) und meinem roten Rollstuhl. Eine Arbeit nach meinem Geschmack!

Was der Schreibtisch über Sie verrät

Und ich habe meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio wieder aktiviert: "…

Der Schlüssel zu mehr Präsenz und Mobilität - The Key to more Presence and Mobility

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Letztes Wochenende habe ich eine Konferenz zum Thema Integration und Migration besucht. Dass, wenn man heute das Wort "Integration" benutzt, meistens die Menschen mit Migrationshintergrund meint und weniger Menschen mit Behinderungen, scheint im aktuellen Politikgeschäft so üblich zu sein. Überhaupt sieht es so aus, dass das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen  auch in der Legislaturperiode 2011 - 2016 nicht allzusehr vordergründig und präsent ist.



Wenn man z.B. den Berliner Koalitionsvertrag 
liest, dann findet man auch im Abschnitt 5 Soziales Berlin 
nur einen vergleichsweise kleinen Artikel zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Hoffen wir, dass ich mich irre und die Realität sich in den nächsten knapp 5 Jahren doch anders gestaltet!

Doch wieder zurück zur Konferenz, die an unterschiedlichen Orten stattfand. Am Sonntag wurde ich am Veranstaltungsort mit den Worten begrüßt: "Sie kommen ja mit Rollstuhl?!" Ich bin an dieser Stelle immer gen…

Heute entdeckt: 1000 Antworten - Vom Nutzen der Vulkane und warum gerade Störche?

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Under Construction: Schulsozialarbeit und Kennedy

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Heute widme ich meinen Post den Elternvertretern der Stadtschulpflegschaft Duisburg, die mich um einen Beitrag zur Schulsozialarbeit gebeten haben.

Schulsozialarbeit oder auch schulbezogene Jugendarbeit wird geleistet auf der Grundlage von § 11 und § 13 SGB VIII und ist damit eine Leistung der Jugendhilfe. Innerhalb der Schule findet sie im Land Berlin meist in sogenannten Schülerklubs und Schulstationen statt. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die Jugendsozialarbeit auch Angebote der Straßensozialarbeit und der sportorientierten Jugendarbeit sowie der Jugendberufshilfe einschließt.

Die aus ESF- und Landesmitteln sowie aus dem Bildungs- und Teilhabepaket finanzierten Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen sind in Berlin an 252 Schulen tätig (Stand November 2011).

Begonnen  wurde das Programm Schulsozialarbeit 2007 in Berlin an Hauptschulen und Förderzentren, inzwischen ist es ausgeweitet worden auf Grundschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Verantwortlich für die …

Journalismus, Schokolade und Korruption

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Diese Woche sind Dinge passiert, die mich wirklich überrascht haben: der führende Elternvertreter aller Schulen einer Stadt in Nordrhein-Westfalen hätte gern einen Artikel über Schulsozialarbeit von mir. Ein Journalist hat mich eingeladen, einen Text von mir zu veröffentlichen... Ich bin nur selten sprachlos, vielen Dank für das Interesse!

Heute war ich beim Friseur, das ist wie Schokolade - gut für die Seele. Und wenn es, so wie heute, sogar einen kleinen Sekt-Neujahrsempfang einschließt, dann umso besser!

Übrigens, es gibt Neuigkeiten zu meinem Post "Neulich beim Friseur":

Der Chef, Herr W., hat für mich ein ca. 15 cm hohes Polster (für die Sitzfläche einer erwachsenen Barbie) besorgt, dass ich auf den normalen Kundensitz legen könne, so berichteten es die Mitarbeiter im Salon. Gesprochen hat er mit mir darüber nicht.

Was soll ich jetzt antworten, würde ich am liebsten, so wie Raul Krauthausen in seinem Blog, fragen?
Und gleichzeitig: wer übernimmt das für mich?
Denn, ehrl…

Forstfest, Rhododendrenblüte, mittelalterliche Straßen und "Rotes Rathaus"

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Gestern kam per Post ein lieber Gruß aus der Heimat:

Kamenz in Bildern... nur noch schöner im Original!

Quousque tandem? Von Quoten und Konsequenzen

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Aus aktuellem Anlass habe ich mich heute an die Zeit erinnert, als ich meinen Studienabschluss machte.

Damals verabschiedeten sich meine Kommilitonen ungefähr so: "Um dich machen wir uns keine Sorgen: du vertrittst gleich drei Randgruppen auf einmal: Frau, behindert und aus dem Osten. Du bekommst garantiert über irgendein Förderprogramm einen Arbeitsplatz." ;)

Leider sollten sie nicht Recht behalten.

Denn trotz der vorgeschriebenen Quote, zahlreicher Förderprogramme und Beratungsangebote für Arbeitgeber und Arbeitnehmer habe ich mir auch den jetzigen 10. Arbeitsplatz hauptsächlich durch eigene Aktivität geschaffen. Und was die Mär vom Kündigungsschutz angeht: den hab ich noch nie genossen, denn der Betrieb, der mir den bisher einzigen unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten hat, ist selber pleite gegangen.

Warum ist das so? Liegt es an der Branche Sozialwesen? Ist das in allen Branchen so? Was bringen dann gesetzliche Regelungen, wenn sie erstens so leicht zu umgehen sind (w…