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Es werden Posts vom Dezember, 2013 angezeigt.

Ich suche nicht. Ich schaffe. - Heute enden 1,5 Jahre.

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Heute enden anderthalb Jahre. Eineinhalb Jahre, in denen ich arbeitsuchend war (der Duden empfiehlt: Arbeit suchend).

Und das stimmt überhaupt nicht. Ich hatte immer Aufgaben und musste mir nie Arbeit suchen, nur hab ich dafür kein Geld bekommen: u.a. habe ich meinen ersten Wahlkampf bestritten, d.h. Interviews gegeben, mit Schülerinnen und Schülern diskutiert, auf Podiumsdiskussionen über Teilhabe gesprochen, ich habe in Beiräten gearbeitet, mich mit barrierefreier Müllentsorgung befasst, Senioren zu Pflege beraten und noch einiges mehr. Neulich habe ich in einem Blog mal dieses Bild gesehen und das trifft es ganz gut:

Ich habe meine Arbeitsplätze (also die mit Vertrag) übrigens noch nie gesucht und gefunden, sondern immer in der Zusammenarbeit mit potenziellen Kolleginnen und Kollegen bzw. Arbeitgebern geschaffen. Diese Erfahrung, das weiß ich unter anderem aus meinen Social-Media-Aktivitäten, teilen viele behinderte Menschen. Die Top-Antwort einer kleinen Befragung zum Arbeitsmarkt…

"Machen Sie sich keine Sorgen." Doch, tue ich.

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Ich erstelle gerade eine Chronologie meiner Kontakte bzw. Aktivitäten und der eines potenziellen Arbeitgebers mit der Agentur für Arbeit, um einen behinderungsgerechten Arbeitsplatz zu schaffen. Bisher sind es 2 Seiten in Stichpunkten. Kostprobe?

Arbeitgeber"service": "Frau L. sagte mir, sie machen sich Sorgen wegen Ihres Eingliederungszuschusses.“ 
ich: „Nein, eher darüber, dass wegen der fehlenden Unterlagen des Arbeitgeberservice mein Arbeitsvertrag ab dem 01.01.14 nicht zustande kommt.“ 
„Sie haben eine mündliche Zusage, die gilt.“ 
„Unter Freunden würde ich dem zustimmen. Sie sind ein Amt und da gilt für mich, was ich schriftlich habe.“ 
"Machen Sie sich keine Sorgen."

Das war gestern. 14 Tage vor Arbeitsbeginn. Der Kontakt besteht seit Anfang November. Unglaublich, mit welcher Arroganz und Ignoranz Arbeitsuchende (in dem Fall mit Behinderung) und Arbeitgeber, die behinderungsgerechte Arbeitsplätze schaffen wollen, hingehalten werden.

Fortsetzung folgt.

Der Haushalt 2014/2015 - ein Wohnheim für mehr Teilhabe am Arbeitsleben?

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In meinem Post zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung, habe ich mich mit der Verwendung der Ausgleichsabgabe beschäftigt. Also dem Geld, das Betriebe zahlen, wenn sie  die Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen von 5% nicht erfüllen.

Damals hatte ich aus dem SGB IX (§ 77) zitiert:
Die Ausgleichsabgabe darf nur für besondere Leistungen zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben einschließlich begleitender Hilfe im Arbeitsleben (§ 102 Abs. 1 Nr. 3) verwendet werden, soweit Mittel für denselben Zweck nicht von anderer Seite zu leisten sind oder geleistet werden.Förderung der Teilhabe. Teilhabe heißt Einbezogensein. In meinem Post hatte ich gezeigt, dass die Ausgleichsabgabe genau dafür nicht verwendet wird, wenn sie in Werkstätten für behinderte Menschen investiert.

Ich bezog mich damals auf den Haushaltsplan des Landes Berlin für 2012/2013.

Seit dieser Woche hat das Land Berlin einen neuen Haushaltsplan …

Vom unperfekten Anfang - der 3. Dezember in Sachsen

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Ich berichte heute über die Veranstaltung "Behinderung neu denken", die ich am 02. Dezember aus Anlass des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung in Dresden besucht habe.

Sachsen gehört zu den 5 der 16 Bundesländer, die noch keinen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention entwickelt haben (fast 5 Jahre nach Inkrafttreten). Die Landeshauptstadt Dresden hat am 11. Juli 2013 einen Aktionsplan beschlossen.

Die Behindertenbeauftragte der Stadt Dresden, Frau Müller, gab zunächst einen Überblick über den Stand der Umsetzung - im Bundesdurchschnitt und in Dresden. Obwohl Deutschland mittlerweile eine hohe Inklusionsquote von 83% (S. 86) für Kinder, die Eingliederungshilfe beziehen, im Kita-Bereich erzielt, sind die Zahlen der einzelnen Städte und Bundesländer doch sehr unterschiedlich, in der Stadt Dresden liegt sie bei ca. 37% (S. 18). Je höher der Bildungsgrad, umso weniger werden Menschen mit Behinderung daran beteiligt. Das hat zur Folge, dass je…

Teilhabegeld - die Details

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