Aufgelöstes Antragswirrwarr und Potenzial für Politik

Hier meine persönliche Parteitagszusammenfassung der Piraten in Neumarkt:

Am Samstag wurde über einen Gemeinsamen Antrag abgestimmt:

http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2013.1/Antragsportal/WP138

Der enthält in Modul 5 den Abschnitt "Arbeit und Soziales" und dort auch das Kapitel "Menschen mit Behinderungen".

Und unser früheres Positionspapier zur Inklusion hat es ins Grundsatzprogramm geschafft:

http://www.pirat.ly/spicker/bpt131#package/7658 GP 002

Gern hätten Stephan, Julia, Doreen, Björn, Johannes, viele andere und ich noch diesen Antrag für das Wahlprogramm abgestimmt:

http://www.gacel.de/piraten/Piratenpartei_Antragsbuch_BPT_2013_1_20130509_1200.pdf
"Inklusion und Barrierefreiheit" Seite 209

Dazu ist es nun leider aus Zeitgründen nicht gekommen. "Verpasstes Potenzial", twitterte heute jemand. Und leider stimmt das auch.

Dafür gibt es diese Pressemitteilung: https://www.piratenpartei.de/2013/05/13/bundestagskandidaten-verpflichten-sich-freiwillig-dem-thema-inklusion/

Ich weiß nicht, ob es von dem Moment, als die Kandidatinnen und Kandidaten zusammengekommen sind, um über den Vorschlag von Sebastian Nerz, die beiden gesamtgesellschaftlichen Themen Barrierefreiheit und Inklusion offensiv zu vertreten, abstimmten, ein Foto gibt. Wenn ja, dann hätte ich es gern! Ich saß inmitten vieler, toller, kompetenter Menschen und wir zeigten Einigkeit und Fröhlichkeit bei diesen wichtigen Themen, während von oben Mikrofone in unseren Kreis hinein ragten. Schönes Bild!

Diese Kombination aus Kompetenz, Entschlossenheit und positiver Stimmung fehlt mir oft, wenn es um Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit, Inklusion geht.

Inklusion hat Potenzial und wenn man das erkennt, dann sind Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen plötzlich kein Kostenfaktor mehr, sondern einfach Schulkinder, vielfältigere Kundinnen und Kunden, unterschiedlichste Leserinnen und Leser, Wählende aus allen Bevölkerungsgruppen.

Und in der Politik? Ottmar Miles-Paul fragt sich: "Alles über uns ohne uns in den Parlamenten?" Es werden weniger selbst behinderte Politiker künftig in den Parlamenten sein, befürchtet er. Und er spricht auch vom "Potenzial", vom beträchtlichen Wählerpotenzial der behinderten Menschen.

Und an die Wählerinnen, Wähler und Parteien gerichtet, schreibt er:
Es gilt also den Blick nicht nur auf die Programmatik der einzelnen Parteien, sondern auch auf deren Handeln in Sachen gleichberechtigte Beteiligung behinderter Menschen zu richten. 
 Danke, Ottmar! Das finde ich auch.

Den ersten Sprung habe ich geschafft. Und mit Kompetenz, Entschlossenheit und positiver Stimmung kann ich den zweiten schaffen - für authentisch inklusive Politik im Bundestag!

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