Montag, 10. September 2012

Komfort für alle! - Comfort for all!

Im Frühjahr habe ich das Dixielandfestival in Dresden besucht und am vergangenen Wochenende war ich auf einem Volksfest an der Panke (übrigens einer der Flüsse, deren Flussläufe durch die Berliner Mauer getrennt wurden).

Über das Dresdner Festival schrieb ich: "... und zum barrierefreien Genuss fehlten eigentlich nur noch die richtigen Kabelbrücken, diese hier:
 statt
Wo soll da der Unterschied sein? Bei der gelben Kabelbrücke ist aufgrund der Kürze die Steigung zu hoch und man kommt schlechter (oder gar nicht) selbstständig drüber, die blaue ist nicht so steil und deshalb besser (und selbstständiger) zu 'überrollen'."

Genau so war es gestern auch.

Zur An- und Abreise nutzte ich die Berliner Straßenbahn: die Niederflurwagen haben wirklich einen guten Einstieg, d.h. sie haben eine fahrzeuggebundene Hubplattform, die ausgefahren wird und an der eine kleine Rampe endet, sodass es keinen Höhenunterschied mehr gibt. Und als ich einstieg, hörte ich folgenden Dialog zwischen einem Vater und seiner Tochter:
"Was ist das?" "Ein kleiner Fahrstuhl, damit die Frau im Rollstuhl einsteigen kann." "Geht das auch mit Kinderwagen?" "Grundsätzlich schon, aber das dauert zu lange, wenn alle hier drücken." Der Vater  zeigte auf den "Komfort-Knopf". "Aber wieso ist dort auch ein Kinderwagen aufgemalt - dann können doch auch Mamas drücken?" ;) Papa war sprachlos. "Ja, und alte Menschen, die nicht mehr so gut die Beine heben können und kleine Kinder auch", fügte ich hinzu.

Das fasziniert mich an Kindern am meisten - die sehen zuerst das Gemeinsame: ein Fortbewegungsmittel, egal ob Rollstuhl oder Kinderwagen.

Deshalb meine Anregung für diesen Wochenstart, liebe Leserinnen und Leser, nutzen auch Sie diesen blauen Komfort-Knopf, wenn Sie mit Kind und Kegel und Gepäck oder auch nicht mehr ganz so gut zu Fuß unterwegs sind. Komfort ist für alle da!