Filme hören - To hear Films

Historische Fahrstuhltür im Kleisthaus
Gestern war ich in einem Hörfilmkino, d. h. im Kleisthaus, dem Sitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Dort, in diesem klassizistischen Gebäude,  finden immer mal wieder kulturelle Veranstaltungen statt und Ausstellungen, zur Zeit eine Ausstellung mit Skulpturen aus Metall.

Und an diesem Abend eben Hörfilmkino, d.h. ein Film mit Audiodeskription, mit einer mündlichen Beschreibung der Filminhalte, sodass er auch für sehbehinderte Menschen erlebbar wird. Der erste Hörfilm wurde in Deutschland 1993 ausgestrahlt. Wie ging es dann weiter? In Wikipedia findet sich Folgendes:

"Trotz der technischen Möglichkeiten sind Audiodeskriptionen im deutschen Fernsehen heute noch sehr selten. Im Privatfernsehen werden sie generell nicht angeboten. Grund dafür ist der produktionstechnische Aufwand sowie nicht vorhandene Finanzen der Sender."

Es gibt Mobiltelefone, die man als Navigationssystem, Digitalkamera oder Webbrowser benutzen kann - und für eine Audiodeskription ist der produktionstechnische Aufwand zu hoch?

Zur Berlinale wurden 2012 ganze 2 Filme akustisch übersetzt. 2 von 761.

Ein Grund mehr, im nächsten Februar mal drauf zu achten: Können Sie
Filme auch hören?

Der Film hieß übrigens "Der ewige Gärtner" - Ralph Fiennes, großartig.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Aufgepasst! - Bei Inklusionskampagnen und Koalitionsverträgen

Kuchen statt Krümel und Menschenrecht statt ein Stück mehr Menschlichkeit

Neues Kapitel