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Es werden Posts vom Juli, 2012 angezeigt.

Superhuman?

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Ich will kein "Superhuman" sein. Sondern einfach Mensch. Einfach Frau.




P.S. und Priorität - Priorities

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P.S. zu meinem letzten Post "Hochzeit mit Hut und P...ln für Olympia": Sie haben "Ja" gesagt.

Übrigens, kürzlich las ich, dass in den USA im Rahmen des Americans with Disabilities Act ein neues Gesetz erlassen wurde: 
JEDES Schwimmbad, JEDER Hotelpool und jedes SPA muss über mindestens einen barrierefreien Zugang verfügen einschließlich eines Pool-Liftes. Die Frist für die Umsetzung wurde bis zum 31.01.2013 verlängert. Die Kosten für den Umbau können steuerlich geltend gemacht werden. Der Gesetzgeber sieht nur einige wenige Ausnahmen für bereits bestehende Schwimmbäder vor, für neu zu bauende gibt es keine.
Begründung des Gesetzgebers: Menschen mit Behinderungen sind schon viel zu lange von Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten ausgeschlossen.

Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass jedes Hotel über mindestens ein barrierefreies Zimmer verfügt, denn sonst würde ja der Beckenlift keinen Sinn machen.

Die Realität in Deutschland ist davon weit entfernt: eine meiner le…

Hochzeit mit Hut und P...ln für Olympia - Wedding with a Hat and Peeing for the Olympic Games

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Wie ich schon angedeutet hatte, ich war gestern Hochzeitsgast im Brandenburgischen. Deshalb heute mal ein Blick auf Standesämter und Hotels:  In der Datenbank www.mobidat.net finden sich 4 rollstuhlzugängliche Standesämter in Berlin, in wheelmap.org ist eines in Brandenburg verzeichnet, allerdings ohne genaue Angaben. Die Trauung, bei der ich Gast war, fand in einem schönen Brandenburger Backsteinbau statt, alles frisch renoviert. Allerdings ist keiner auf die Idee gekommen, die 3 Stufen am Eingang mit einer Rampe auszugleichen.
Freie Entscheidungen zur Partner- und Elternschaft, so fordert es das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Artikel 23. Aber wie soll jemand frei entscheiden, wenn es keinen Ort dafür gibt? Hochzeit im Rehazentrum?
Angekommen im Hotel, war das einzige rollstuhlgerechte Zimmer, für das ich mich angemeldet hatte, anderweitig vergeben.
Ein Buchungsfehler, kann passieren.
"Das können wir noch ändern!" "Wir haben noch andere…

Marathon, Mineralwasser und Miteinander - Marathon, Mineral Water and Togetherness

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Ich geb zu, ich war schon lange nicht mehr im Fitnessstudio.

Klarmachen zum Ändern - ich gelobe Besserung!

Deshalb erinnere ich mich heute an eine Situation, die ich mal am Vorabend eines Berlin-Marathons erlebt habe:

Ich war mit einem Freund beim Italiener mitten in Berlin essen: tolle Atmosphäre, um uns herum lauter gutgelaunte Menschen mit Shirts ihrer Vereine aus aller Herren Länder... und mit einer ordentlichen Portion Kohlehydrate auf dem Teller.

Auf einmal spricht mich ein Kellner an: er hätte mich im Fitnessstudio gegenüber gesehen und ob ich denn morgen auch mitmachen würde. Ich antwortete: "Ja, aber die Strecke schaffe ich noch nicht. Ich werde mit meinen Auszubildenden am Straßenrand Wasser verteilen."

"Wo steht ihr denn?" "Am Kilometer 33?!" "Kein Problem."

Und so verabredeten wir uns auf ein Wasser an Kilometer 33 - und was soll ich sagen: wir haben uns getroffen, wenn auch nur kurz.

Er musste weiter. ;)


London calling

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Beine, Begeisterung und Barhocker - Legs, Enthusiasm and Bar Stools

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So langsam geht mein persönlicher Hochzeitsmarathon los: 3 Einladungen für 2 Wochenenden - ich freue mich auf schöne Feiern, interessante Gäste und bin gespannt auf die Unterkünfte und räumlichen Gegebenheiten ;) 

Von meinem Schuh- und Farbtick hatte ich schon berichtet und leider fehlen mir dazu auch die langen Beine (zur Erklärung: bei allen vorgeburtlichen Lähmungen hat diese einen Einfluss auf  das Wachstum der betroffenen Gliedmaßen).

Interessanterweise fällt das Kindern meist als Erstes auf und sie sprechen es auch aus: "Kuck mal Mama, die Frau hat ganz kurze Beine!"

Also grüße ich heute alle kurzbeinigen, rundlichen Partygäste! Es lebe die Vielfalt!

Denn ob kurz, lang, dick oder dünn:

Begeisterung und Optimismus 
sind die Beine des Lebens... Peter E. Schumacher

P.S. Warum in der Überschrift "Barhocker" steht? Weil das einer der Momente ist, in denen ich auch mal die Perspektive wechsle und herabschauen kann. Außerdem ist es eine gute Übung, die Balance z…

Una città per tutti

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Ich habe vor kurzem ein Foto in einem der Netzwerke entdeckt mit obiger Überschrift: 'Una città per tutti' - 'eine Stadt für alle' heißt das wohl (auch wenn ich kein Italienisch kann ;) Darauf war eine Frau im Rollstuhl abgebildet vor einem historischen Bus, mit dem man eine Stadtrundfahrt machen kann:


Das hat mich an eine Stadtrundfahrt erinnert, die ich im letzten Jahr mit meinen Gästen in Potsdam machen wollte - Sanssouci, ohne Sorge, Sie wissen schon...

Dort gibt es auch solche historischen Busse und Bahnen - allerdings ohne Rampe und stufenlosen Einstieg. Ich sah also diese Fahrzeuge und fragte, ob eine Stadtrundfahrt auch mit Rollstuhl möglich sei. "Gar kein Problem!", war die selbstbewusste Antwort. Wir sollten doch bitte auf den nächsten Bus warten.

Immer wenn in Deutschland jemand meint, Barrierefreiheit sei "üüüberhaupt kein Problem", werde ich stutzig und meistens mit Recht. ;)

Der nächste Bus kommt, etwas breitere Tür, aber mit diesem Ha…

Schrittweise - Gradually

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Ich habe mich neulich mit einem Teehausbetreiber getroffen. Mit einem, der zwar eine rollstuhlfreundliche Toilette hat, aber keinen rollstuhlgerechten Zugang. Und nach meiner Einschätzung ist der auch nur mit großem baulichen und finanziellen Aufwand einzurichten.



Also hat mich der Teehausbesitzer reingetragen (gibt es eine Gegend in dieser Woche in Deutschland, in der es nicht geregnet hat?) und mir trotzdem stolz seine Toilette gezeigt.

Und wir kamen ins Gespräch: Um Barrierefreiheit voran zu bringen, wäre es doch gut, so etwas wie eine schritt- oder stufenweise Einschätzung der Barrierefreiheit vorzunehmen, um das schon Bestehende zu erwähnen und auch wertzuschätzen. Wheelmap.org, die interaktive Datenbank zur Barrierefreiheit, macht das mit einem Ampelsystem.

Und zweitens, um Barrierefreiheit  auch im privaten Bereich, der ja einen großen Bereich der Lebensqualität ausmacht, voran zu bringen, wäre es sinnvoll, Fristen zu setzen und Fördergelder zu vergeben an diejenigen privaten T…

Anlegestellen und Annehmlichkeiten - Docks and Conveniences

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Heute sind Fürst Albert von Monaco und seine Frau Charlène zu Gast in Berlin. Und zum Programm gehörte auch, dass sie auf einem Dampfer die Spree entlang schipperten.

Auch ich hatte am Wochenende Gäste und sie hatten sich gewünscht, mit mir auf einem Dampfer die Spree entlang zu fahren. Also erkundigte ich mich nach barrierefreien Schiffen der Stern- und Kreisschifffahrt Berlin: 2 der 31 Fahrgastschiffe werden als barrierefrei / behindertengerecht bezeichnet (weil auch Lift zum Oberdeck vorhanden), 2 weitere Schiffe werden als behindertenfreundlich bezeichnet (rollstuhlgerechte Toilette und Außensitzplätze). Eines davon heißt "Sanssouci", also "ohne Sorge", und mit eben diesem schipperte das Fürstenpaar über die gute, alte Spree.

Nun nahm ich am Samstag in meinem "jugendlichen Leichtsinn" an, dass, wenn das Schiff rollstuhlgerecht ist, es die Anlegestellen auch sein müssten. Doch weit gefehlt: lediglich 5 der insgesamt 80 Anlegestellen der Berliner Schiff…

Zeit oder "Wie steht's, Herr Polizist?" - Time and "Who has scored a goal, Police Officer?"

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Wenn mich jemand fragt, was die größte Herausforderung in meinem Leben ist, dann ist meine Antwort: "Die Zeit."



Die alltäglichen Dinge dauern länger: Anziehen, Toilettengang, ins Auto steigen... Dazu kommen noch viele zusätzliche Termine: Arztbesuche, auch wenn frau nicht krank ist, Kommunikation mit Behörden, monatliche Hilfsmittelversorgung, Therapien... Ja, das scheint die größte Herausforderung zu sein, alle Alltagsanforderungen in 24 Stunden unterzubringen und dabei immer noch Zeit für die schönen und angenehmen Dinge des Lebens zu haben.

Was war das doch gleich? ;) Familie, Freunde, Liebe, Bücher, Bloggen, Kaffee, Kunst, Kultur... sogar das  berufliche Amt und Ehrenamt zählen für mich zu den angenehmen Dingen, zu Dingen, die ich gern tue. Meistens jedenfalls.

Umso mehr ärgert es mich, wenn meine Zeit von anderen verschwendet wird, so wie gestern Abend und am vergangenen Sonntag.

Ich komme von einem Besuch bei einem Freund zurück und freue mich auf das Endspiel der EM, …